15:32 | Sylvia Zannantonio

Die Tür schließt sich hinter mir. Langsam trete ich nach vorne an die Scheibe und blicke hinaus. Mein Blick schweift hektisch herum. „Was soll ich mir jetzt in dieser ganzen Stunde nur anschauen?“ Plötzlich fixiert sich mein Blick, er fokussiert sich auf einen Punkt in der Ferne, ich komme zur Ruhe. Den Großteil der Zeit wechselt mein Fokus zwischen Nah und Fern, Detail und Ganzheit. Währenddessen bin ich ganz ruhig, lausche den Geräuschen, die man gedämpft von draußen hören kann. Wie der Soundtrack meiner ganz persönlichen Vigil-Stunde begleitet mich ein Flötenspieler in der Ferne. Zwischenzeitig unterbrochen von den Kirchenglocken und Geschrei der Raben. (…)