17:45 | Gerda Trutnovsky

Ich stehe still
mein Lebensrad steht eine Stunde lang still
Ich staune und staune
Mein Atem fließt ruhig durch mich
Meine Füße haben Wurzlen, meine Arme Flügel
Ich rieche das Holz, ich fühle mich glücklich.
Meine Augen sind geschlossen, ich sehe die Stadt.
Ich höre die Vögel, die Glocken, Stimmen, Sirenen …
Der Blick in die Tiefe, der Blick in die Weite
Ich fühle mich frei und geborgen
Ich bin traurig, dass die Sonne hinter den Wolken verschwindet
Mein Atem fließt ruhig, meine Schultern sind frei
Ich höre die Glocken und weiß, dass die Zeit vergeht und langsam komm ich in mein Leben zurück