18:56 | Michael Schrotter

Ich begegne einem Menschen – herzlich, vertraut, schon fast geborgen. Ein vertrautes Lächeln hinter einer Maske – dennoch spürbar wohlwollend zugewandt – DANKE – DANKE für diese Momente der Begegnung. Was bewegt meine Begleiterin und wie bewegt es mich.
Es dauert nicht lange und die Türe zum Shelter öffnet sich, jeder Moment ist, bleibt er selbst, unvergesslich und er bleibt er selbst.

(…)

Bin ich da – in diesem Moment. Der Schatten des Tages wird länger und macht Platz für Ruhe, bis der letzte Strahl das Ende der Stadt erreicht und verblasst. Eilig versucht dann diese Nacht der Stadt ihr Geschenk – die Ruhe – darzubieten.
Doch so scheint es – die Stadt hört die Nacht nicht. Nur die Vögel suchen sich einen Platz für die Ruhe – wir Menschen hören nicht zu.