Community Blog

© La Strada Graz / Martin Hauer

Die TeilnehmerInnen, die jeweils eine Stunde Wache über die Stadt halten und ihre BegleiterInnen, sind die ProtagonistInnen des Community Art-Projektes The Graz Vigil von La Strada, eine Kreation von Joanne Leighton. Der Community Blog begleitet das Projekt vom Aufbau der temporären Rauminstallation am Schlossberg und gibt Einblicke in die individuellen Erfahrungen während der Vigil-Stunde. Bis zum 15. März haben bereits 150 Vigils ihre reguläre Wache im Shelter vom Schlossberg aus gehalten.

Graz Vigil geht weiter! 

Wir nehmen die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung aufgrund von COVID-19 sehr ernst und haben The Graz Vigil an die aktuelle Situation angepasst. Bis auf Weiteres werden alle TeilnehmerInnen ihre Vigil-Stunde von zuhause aus halten.

Zu jeder Vigil-Stunde wird das Shelter am Schlossberg auch weiterhin beleuchtet sein. Es gut sichtbares und wichtiges Zeichen. Wir sind überzeugt davon, dass es gerade in dieser herausfordernden Situation wesentlich ist, Community Art-Projekte wie The Graz Vigil weiterzuführen, wenn auch in adaptierter Form. Es gilt gemeinsam neue Wege zu beschreiten.

Ursula Ulberth war die erste, die ihre Vigil-Stunde am 16. März von zuhause aus wahrnahm. Auch die BegleiterInnen nehmen sich nach wie vor Zeit für sie und begleiten sie telefonisch. Der Community-Bog gibt laufend Einblicke in die Erfahrungen der Home-Vigils, lässt an ihren Gedanken und ihrem individuellen Ausblick teilhaben. An dieser Stelle ist allen Home-Vigils und ihren BegleiterInnen, die mit ihrem Engagement die Weiterführung erst möglich machen, ein Danke seitens des gesamten Teams auszusprechen.

Bis auf Weiteres werden die Vigils ihre Wache zuhause wahrnehmen. Über den Community Blog halten wir Sie am Laufenden. Sobald es die Situation erlaubt, werden wir The Graz Vigil wieder in der ursprünglichen Form durchführen.

18:27 | Peter Pleschberger

„Eines ist so wichtig wie´s andere: rechtzeitig zupacken und rechtzeitig loslassen zu können!“

06:39 | Birgit Kössler

Die Stadt erwacht – die Sonne beginnt langsam die Häuser zu beleuchten!

06:41 | Wolfgang Winter

Ich stehe, schaue auf das Schloss.

18:24 | Markus Helpferer

Vielen Dank für diese Stunde der Ruhe und Aufmerksamkeit.

06:43 | Diana Brus

Ich erklimme die Galerie und stelle mich vor jenes Fenster, von dem aus ich tatsächlich über die Stadt blicken kann.

17:22 | Maria Krainz

Da stehe ich nun – wollte eigentlich am Schlossberg stehen,…

05:45 | Luise Kloos

Meine innere Taube ist die Kraft – die mich immer wieder zu mir selbst zurückkehren lässt.

17:21 | Nadja Bucher

Kurzes Innehalten, Stille, der Blick vom Fenster aus auf den Schlossberg gewandt.

17:20 | Gerhard Schrempf

Heute bin ich als Betreuer für meinen zu betreuenden Vigil unverhofft eingesprungen.

05:49 | Bernadette Patz

Achtsam und beobachtend in den Tag starten …

17:18 | Maria Stachel

Materie als Illusion – sanft umspielt von Schneflockenillusionen.

05:51 | Ernestine Reichel

Ich schaue nicht auf die Stadt, ich bin in der Stadt, in einem Haus, hinter der Balkontür, draußen wäre es ja zu kalt.

05:53 | Gabriele Kandler

Einblick auf die Stadt, in der ich lebe — eine intensive Stunde lang.

17:15 | Christa Klepp

Vertraut – und doch ist alles anders: das Land ist heruntergefahren.

05:55 | Bernadette Rauch

Die ersten Sonnenstrahlen treffen mich – mir ist gleich wärmer…

17:14 | Georg Müller

Erst gehen die Lichter der Industrie und Werbung an.

05:57 | Kajetan Enge

Für einen Moment wird klar: überhaupt alles scheint in Intervallen organisiert zu sein.

17:13 | Robert Höldrich

Am Anfang habe ich versucht Buch zu führen: wie viele Hunde, Menschen, Rettungsautos,…

05:59 | Max Presker

12 Fußgänger, 2 Fahrradfahrer, 4 Busse, 15 Autos und 1000 Vögel.

17:11 | Maria Klug

Am Beginn meiner Vigil-Stunde auf meinem Balkon ist es sehr ruhig.

06:01 | Ute Haslehner

„Demut ist Unverwundbarkeit“ Marie von Ebner-Eschenbach

17:10 | Marlene Fößl

Ich hab geglaubt, ich kenne Graz.

06:03 | Ute Stampfer

Irritiert und ungläubig.

17:08 | Andrea Karoline Bachträgl

Ich dachte ans Altwerden, wo man Sehnsüchte hat und sie sich nicht erfüllen kann, weil der Körper es nicht möglich sein lässt.

06:05 | Janina Dieber

Quo vadis? Ich stehe hier und im jetzt….

17:07 | Julia J.

Den Vögeln nachschauen, ihren Flug beobachten,…

06:07 | Peter Schrempf

… und schaue anstelle der Grazer Dachlandschaft auf die Gartenhütte, dahinter „erstrahlt“ die Koralm in der aufgehenden Sonne.

Das Projekt „The Graz Vigil“ geht weiter!

"In dem La Strada-Projekt The Graz Vigil ist die Grazer Bevölkerung eingeladen, vom Schlossberg aus auf Graz zu blicken, ihre Stadt abseits des Alltagstreibens zu erleben und ihre Eindrücke festzuhalten.“ Aufgrund der aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung, die wir sehr ernst nehmen, haben wir das Projekt an die aktuelle Situation angepasst. Heute morgen hat die vorerst letzte reguläre Vigil-Stunde stattgefunden. Bis auf

17:06 | Ursula Ulberth

Vor mir die „altkatholische Kirche“, auf jedem Fenster sieht man in roten Lettern „ GESCHLOSSEN“

06:09 | Eva Khil

Ich habe einen strahlenden Sonnenaufgang unter wolkenlosem Himmel erlebt.

06:10 | Ingrid Gehrke

Die Stadt begrüsst mich – langsam, leise, liebevoll, sie wacht auf, denkt noch nicht viel, wartet ab.

17:03 | Viktor Stosic

Das ist nicht nur eine normale Wache über Graz, sondern auch eine Erweiterung unserer Perspektiven.

06:12 | Elisabeth Rieger

Voller Demut & Dankbarkeit sage ich dir – liebe Stadt Graz – DANKE, dass ich auf dich schauen, lauschen, in Resonanz schwingen, riechen,….dich wahrnehmen durfte.

17:02 | Brigitta Kunisch

Der Lichtschlitz spiegelt sich in den Glasfronten des Quaders und rahmt verschiedene Teile der Stadt in Bilder.

06:14 | Kerstin Maria Gruber

Bis tief in meine Lungenspitzen inhaliere ich die Holzluft, Uhrturmluft, Stadtluft und lasse los.

17:00| Annelies de Meulenaere

Wie viel habe ich nicht gesehen in dieser einen Stunde?

06:16| Ruth Biheller

Wo bleibt die Grünzweig tragende Taube?

16:59 | Brigitte Rinner

“… und ich sage:
gib mir die Hand…“

06:18 | Alexander Weibulat

Graz erwacht, der Lärmpegel zwischen 06:30 und 07:00 ist gefühlt das Dreifache.

16:57 | Otto Schmut

Zuerst bergan, dann blicke ich zu jenen hinab, zu denen ich sonst aufschaue.

06:20 | Gertrude Hirsch

„Wer hat schon das Privileg Vollmond und Sonnenaufgang gleichzeitig an seinem Geburtstag zu sehen?“

16:56 | Thomas Plautz

Jeder auf (s)einem Weg,
aneinander vorbei,…

16:55 | Ernst Preininger

So viel ändert sich in 20 Jahren Graz.

06:24 | Elisabeth Trattnig

… und immer wieder geht die Sonne auf.

16:53 | Veronika Tzekova

Ich bin vielleicht hundert Mal am Schloßberg gewesen…

06:26 | Katharina Dilena

Dann modelliert das erste Sonnenlicht die Gebäude.

16:52 | Elke Heinold-Lobnig

Verkehrte Welt. Hell / Dunkel / Wolken. Rauch steigt auf. Schläft die Stadt oder erwacht sie?

06:28 | Natascha Branz

Ein ganz besonderer Start in den Tag…

16:50 | Fiona Begley

A truly meditative experience.

06:30 | Tina Podrepsek

Meine Stadt mit Ecken und ganz vielen Kanten.

06:32 | Bertrand Strohmeyer

Die Ruhe und die Dämmerung liegen über der Stadt.

16:47 | Elisabeth Praher

Eine spannende Erfahrung für einen redseligen Menschen.

06:34 | Margit Feiertag-Tantscher

Durch zwei Glaswände schaue ich auf mein Graz,…

16:46 | Daniel Strohrigl

Bin heute bewusst über den Karmeliterplatz zum Uhrturm gegangen…

06:36 | Birgit Wenko

Vergangenes ist Geschichte, Zukunft ein Geheimnis – aber jeder Augenblick ist ein Geschenk!

16:44 | Torben Folger

Begegnungen.
Sich wirklich Zeit zu lassen, einzulassen ist magisch.

16:43 | Michaela Schneider

Ein BESONDERES Erlebnis am einem sehr besonderen Tag
VIELE Eindrücke – wenige treffende Worte dafür…

06:39 | Regina Enzenhofer

Dieser Tag, ein besonderer Tag.

16:41 | Doris Reichelt

Es war ein wunderschönes Erlebnis, das mir immer in Erinnerung bleiben wird.

06:41 | Barbara Lorenz

Nicht nur die umgreifende, grenzenlose Aussicht über die immer bunter werdende Stadt,…

16:40 | Lydia Lieskönig

Die Erfahrung die Stadt zu beobachten im Stand, geschützt, war überwältigend.

06:43 | Sebastian Walcher

Eine Krähe im Lichttor,eine Katze in Eillosigkeit.

16:39 | Helga Beer

Je grauer der Himmel umso leuchtender wird die Stadt.

06:45 | Marianne Marko

Aschermittwoch – beim Anmelden des Wunschtermins garnicht bedacht.

16:37 | Petra Dobnik

„Siebzehn Jahr, blondes Haar…“

06:47 | Siegfried Schattinger

Man geht in den Shelter und ist allein.

16:36 | Eva Maria Fischer

Diese Verbundenheit mit Graz hab ich ganz deutlich gespürt, mit der Zeit hat sich ein Gefühl der Liebe zu dieser Stadt in meinem Herzen breit gemacht.

06:48 | Maria Tiefenbacher

Hier stehe ich also und wache über meine Stadt.

16:34 | Ilse Kettemann

„Ich bin nun alleine“… dieser Gedanke kommt mir nur in Kombination mit einem Gefühl der Dankbarkeit.

06:50 | Joanna Posch

Die Zeit rast, aber man kann sie kurz aufhalten, indem man etwas Neues macht.

16:33 | Edina Sadikovic

Liebe ist die Antwort auf alle Fragen.

06:52 | Florian Jud

Meine Intention war es, mir aktiv Zeit zu nehmen.

16:31 | Christiane Hammer

Im Westen und Nordwesten
Dort sehe ich nichts, die Sonne macht mich blind.

06:54 | Martin Stadler

Viele Gefühle, gespaltene Gefühle.

16:30 | Jana Holzmann

Eine berauschende Möglichkeit meine Geburtsstadt in einem neuen Licht aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

06:56 | Wolfgang Scheuer

An diesem wunderschönen Morgen war ich der „Wächter“ der Stadt Graz, mit meinen 78 Jahren ein besonderes Erlebnis.

06:57 | Rita Rieß

Dächer, Halt, Substanz, …

16:25 | Anja Wagner-Kollerics

Der Blick auf die Stadt: unwirklich.

16:25 | Erni Willrich

Meine Stadt wird nicht nur von mir, sondern auch von einer sanften Hügelkette bewacht.

07:01 | Wolfgang Frischenschlager

Auf den geliebten Schlossberg. Dann der erste Blick über und in die Stadt.

16:23 | Brigitta Tizhez Grössler

1 Stunde lang; sehr kurz – im Gedanken versunken.

07:02 | Jana Schrenk

Es war mir eine besondere Ehre über den Dächern von Graz zu schweben und die Stadt beim Aufwachen zu beobachten.

07:04 | Richard Windischbacher

Ach Graz, du bist ein wenig wie meine erste Freundin.

16:20 | Midzan Adnan

Man lässt die Gedanken schweifen und erfreut sich der Stille.

07:06 | Madeleine Haider

Gemeinsam mit Graz aufwachen.

16:19 | Sabrina Hermann

Ein sehr schönes Gefühl den Vögeln so nah zu sein, ihr Gezwitscher zu hören und gleichzeitig auch ihre Perspektive sehen zu können…

07:07 | Elke Steffen-Kühnl

Das Wachen über die Stadt, über mein Graz begann. Mein Blick begann in der Ferne, die Sonne bestrahlte einen schneebedeckten Berg.

16:17 | Andrea Slezak

1 Stunde nur ich und und mein Graz!!

07:09 | Andrea Falzberger

Man könnte ja glauben, eigentlich wird man hier, in diese kleine Box „gesperrt“, ein wenig seiner Freiheit beraubt, eingeengt(…

16:16 | Gertrude Kink

Wächterin sein, aufmerksam sein, beobachten, entdecken, neu entdecken,…

07:10 | Katrin Peyker

Ich stehe still und beobachte.

16:14 | Peter Schönbacher

Ein angenehmer Tag geht zu Ende…

07:12 | Henry Jesionka

Centipedes in the sky, Ants on the Ground

16:19 | Sandra Sommer

Mit Neugier, Freundlichkeit und Fröhlichkeit begegneten mir die Menschen am Schlossberg.

07:13 | Daniel Doujenis

Heute, Sonntag, alles ruhig. Krähen rufen.

16:11 | Anna Posch

Time Travel im Uhrturm – ich bin in einer anderen Zeitzone – im Wahrzeichen der Stadt!

07:15 | Wolfgang Lercher

Eine völlig neue Perspektive!

16:09 | Gerlinde Pobaschnig

Alleine über der Stadt zu wachen, innehalten, spüren, loslassen, die Weite aufnehmen.

07:16 | Wolfgang Kasic

Es war eine einzigartige Erfahrung, die ich machen durfte.

16:08 | Oskar Beer Senior

Eine Stunde zum Nachdenken, für Bürger und Politiker, das Wunschergebnis ist eine gemeinsame Vorstellung.

07:18 | Michael Kernitzkyi

Das was ich glaubte, sehen zu werden, das seh ich nicht.

16:06 | Dieter Straka

Nicht enden wollend ist diese Suche nach dem „Was ist was?“

07:19 | Chiara Kirschen

Was eine Stunde anrichten kann, die Stadt erwacht, die Sonne bahnt sich ihre Wege durch das Grau.

16:05 | Steffi Obrist

Ich hatte das Gefühl, dass sich die Wolken um Graz herum drehen – den Hügeln entlang.

07:20 | Anna Lang

Eine Stunde lang – nur einen Augenblick kurz!

16:03 | Manuela Gsöll

Es ist wie eine Mutter. Nährend, weich und hell. Das Tor zur Stadt. Das helle Auge, beachtet die Menschen und verweilt im Moment.

07:22 | Pamir Harvey

Die Stille in mir
die Stille in der Stadt.

16:02 | Birgit del Fabro

Wenn die Wächter über die Begleiter wachen
und die Wächter die Begleiter begleiten
dann ist es Zeit
Zeit zu leben

07:23 | Gabriele Terler

Die Zeit verfliegt so schnell, die Glocken rund um verkünden mehrmals, dass es bereits acht Uhr ist.

16:00 | Anna Kirchengast

Ein junges Liebespaar grüßt vom Aufgang zum Herbersteinplateau herauf, oben am Uhrturm ist die warme Mauer immer mit fröhlichen jungen Menschen gefüllt. Schöner Sonnenuntergang, sonst kaum Leute zu sehen, Müllabfuhr am Hauptplatz, Straßenbahnklingeln.

15:25 | Andrea Klein

Es ist 5 vor 5, in 4 Minuten sollte die Sonne untergehen?

06:55 | Daniel Reichenpfader

Meine Wache beginnt – und die Stadt erwacht.
Doch ist es wirklich ein Erwachen?
Die funkelnden Lichter verblassen,
die Natur gewinnt an Kraft.

15:57 | Ingrid Krenn

Es war eine spannende, einzigartige Erfahrung. Ich betrat den Raum, die Sonne schien herein und es war richtig warm.

07:27 | Claudia Mayrhofer

Für mich ist das frühe Aufstehen eine Kunst für sich. Und eine Herausforderung, die ich gerne annehme.

15:55 | Brigitte Gspandl

Warum machen wir uns so einen Stress? Die Vögel können das sicher nicht verstehen. Von oben sieht alles so friedlich aus. Ich weiß jetzt warum ich die Berge so liebe.

07:28 | Stefan Miedl

In Wirklichkeit ist so eine Auszeit mit sich selbst alleine (also ohne zweite „externe“ Person) eine porentiefe Komplettreinigung der Seele. Nach dem Vigil wie “neu geporen”. Quasi.

15:45 | Heideline Haindl

Welch ein Luxus!! Eine Stunde nur hier stehen und schauen. Vom Ganzen ins Detail und wieder zurück. Graz ist schön, Graz ist schon 40 Jahre meine Heimat und ich kenne die Stadt.

07:29 | Wolfgang Pöltl

Die Stadt wandelt sich durch die Lichteinstrahlung fortwährend. Ohne diese Beobachtung-Box könnte man nicht erleben, was man fühlen und erleben darf.

15:52 | Kurt Majcen

Eine ruhige Stadt – auf den sonst so hektisch belebten Plätzen scheint wenig los zu sein im Gegensatz zu sonst wenn man sich selbst dort befindet. Auch auf den wenigen Straßen, die man sieht, glaubt man Nichts zu sehen von der sonstigen Verkehrslinie in der man so oft fährt.

07:30 | Stefan Hanfstingl

Die Sonne durchbricht den Nebel und die Stadt wird in ein warmes Licht getaucht. Der Blick schweift über die Stadt, ich bleibe mit meinen Gedanken hängen.

15:51 | Raffaela Stockinger

Häuser eng an eng. Trotz eines „ruhigen“ Tages viele Geräusch – Glocken, Vögel, Musik,…
Die Stadt in Ruhe anschauen, sie entdecken, noch und noch Neues sehen. Dennoch ein begrenzter Blick.

07:31 | Adolf Csekits

Vom schönsten Ausblick, die Stadt beim Erwachen begleiten und ins eigene Ich eintauchen mit Gedanken an Erhabenheit bis Demut, von Freude und Leid im Leben; war eine Stunde Erlebnis.

15:49 | Heike Heidinger

Der Blick vernebelt, doch die Sonne ist stärker!

07:32 | Monika Keller

Kennst du Augenblicke, in denen du vergisst – sind es 5 oder 50 Minuten, die vergangen sind?

15:48 | Alois Grebien

Ich erlebte viel Gegensätzliches: Im Shelter ist man halb schwebend, aber doch verwurzelt. Der Verkehr der Autos ist ziemlich weit weg, ebenso die wenigen Menschen.

07:33 | Gerlinde Kohlroser

Mein erster Gedanke war: “Witzig, dass man keine Uhr mitnehmen darf und dann hat man zentral im Blickfeld eine Kirchenuhr.”

07:34 | Josef Matzi

Viele Rauchfänge verschiedener Bauart, nur wenige verrichten noch ihren Dienst, die anderen stehen auch irgendwie als Wächter über den Dächern.

15:45 | Johanna Damjanich

Danke an diese Stadt – Graz.
Hier durfte ich aufwachsen und bleiben. Bin als Adoptivkind über das Sozialamt hierher gekommen. Schön ist sie, diese Stadt Graz – von oben ein bisschen zu viel verbaut.

07:37 | Edith Schreiner

Ich schaue auf die Stadt, die Sonne, die Häuser, Licht und Schatten. Unter mir viele Kamine – Rauch kommt nur aus zweien. Eine Krähe zieht vorbei.

15:43 | Elisabeth Holzer

Vorab: Ich bin begeisterte Schlossbergbesucherin – in Laufschuhen oder auch nur als Spaziergängerin. Doch dies bedeutet: rauf – Foto/ Kaffeepause – und wieder runter.

07:36 | Renate Erlach

Es war ein Erlebnis!
Atmosphärisch hat mich der Weg zur Wache am meisten beeindruckt – das Morgenrot über dem Dunkel der Stadt und die Mondsichel darüber.

15:42 | Gertraud Sadilek

Was für ein Luxus: eine Stunde allein, nur für mich in einer nach Holz duftenden Box. Die Uhrturmglocken verraten mir die Zeit und die Fahnen wohin der Wind weht. Und dann der Blick auf meine Stadt. Von hier oben meine ich sie umarmen zu können.

07:37 | Karlpeter Elis

Ehrfurcht und Stolz ist in mir hochgestiegen, als ich mein Wächterhäuschen betrat und auf meine Heimatstadt hinunterblicken konnte. Das Rot der aufgehenden Sonne hat sich in den Fensterscheiben der Häuser am Plabutsch widergespiegelt und erinnerte mich an die Lauffeuer vergangener Zeiten

15:41 | Seema Akbar

Sonntag. Ruhe. Graz ist ganz gemütlich heute. Alles geht ruhig vonstatten. Rosa-gelb-grau ist der Himmel. Graz versteckt sich unter seinen vielen Dächern. Quietschen, Autos, Musik, Straßenbahn, Kindergeplauder, Krähen. Die Krähen veranstalten eine spektakuläre Flugakrobatikperformance.

07:38 | Martin Behr

Das Eichhörnchen, das keinerlei Höhenangst kennt und die leeren Straßenbahnen – Sonntag – bei der morgendlichen Ausfahrt.

15:39 | Klaus Ertl

Graz: Meine Stadt.
Oft bin ich begeisterst, was du alles hervorbringst, deine Kreativität. Manchmal verstört durch (rechte) Enge.

07:38 | Lisa Lackner

Durchatmen, ankommen. Beobachten, wie ein Raum im eigenen Körper entsteht, wie viel es zu entdecken gibt. Ich frage mich, ob die Stadt bemerkt, dass täglich Menschen hier oben stehen.

15:38 | Magdalena Ploder

Ich durfte heute als Wächterin den Sonnenuntergang am Schlossberg erleben. Außer Nebel & Lichter sah ich leider nicht viel. Somit nutzte ich eine Stunde zur Geräuschwanderung.

07:39 | Christa Ecker-Eckhofen

Die Häuser und speziell die Dächer erinnern mich an die Lego-Steine meiner Kindheit. Ein Haus, es ist schmäler als ein Zimmer.

15:36 | Tile von Damm

Wie kurz, intensiv und spannend doch eine Stunde sein kann, die bei wärmender Sonne beginnt und im deutlich kälteren Sonnenuntergang endet. Spannend die verschiedenen Perspektiven, deren Details sich nach und nach ergeben.

07:40 | Michael Söllinger

Verkehrsgeräusche, Kinderlachen, Straßenbahnbremsen, Vögelgezwitscher, Rauch, Sonne… Ich komme mir sofort eingesperrt vor, stehe und atme, …

15:35 | Maria Hofer

Die Altstadt war klar zu sehen. Sogar ein paar Sonnenstrahlen drangen durch den Winternebel. Der klare Blick reichte bis zum nebelverhangenen Plabutsch, Zentralfriedhof und Randbezirke.

07:40 | Anja Bührlen

Der Nebel hat leider die Sonne verborgen, trotzdem fühlte ich mich sehr geborgen.

15:34 | Irmgard Pferzinger

Eine unerwartet schöne, kurzweilige Zeit. Die Stadt schien im Schlaf verfallen, kaum Menschen zu sehen (am Hauptplatz waren immer zwischen 3 und 5 Menschen); die einzigen Lebewesen, die mir Gesellschaft geleistet haben, waren die Krähen

15:32 | Sylvia Zannantonio

Die Tür schließt sich hinter mir. Langsam trete ich nach vorne an die Scheibe und blicke hinaus. Mein Blick schweift hektisch herum. „Was soll ich mir jetzt in dieser ganzen Stunde nur anschauen?“

07:41 | Sigrid Alber

Da gibt es viel zu sehen; Punkte, die ich auch von oben aus bestens kenne oder zu kennen glaube, schließlich zeige und zeigte ich vielen Personen „mein“ Graz von oben vom Schlossberg aus, entdecke ich neu.

15:31 | Maria Geder

Dann bewege ich mich auf die östliche Seite zu, da es im Westen eher heiß ist. Hier sehe ich den Uhrturm inmitten schöner gärtnerischer Landschaft. Viele Leute schauen von oben auf den Shelter und sind neugierig.

07:42 | Brigitte Schuchlenz

Mit immer weiter aufgehender Sonne werden immer mehr Lichtreflexe in den Glasfenstern sichtbar – wie vor allem am A1-Hochhaus beim Griesplatz.

15:30 | Ingrid Enge

Eigenartig zu Beginn. Ich orientiere mich, suche mir einen Platz und dann schaue ich. Ich sehe die Stadt, sehe wie groß sie ist und die Sonne blendet mich.

07:42 | Corinja Hein

Blinklichter auf einem Fahrzeug. Wolken formen bezaubernde Schönheit.

15:29 | Ursula Schmitt

Gerne lerne ich diese Stadt, in der ich seit fast 35 Jahren lebe, immer wieder neu kennen.

07:43 | Bianca Strauß

Nach vorne gehen und verweilen, während Menschen durch die Straßen eilen. Eine Stadt ist aufgewacht nach einer langen Winternacht.

15:27 | Hermann Moser

Man selbst als „Beobachter“ steht hinter einer Glasscheibe, die in diesem Fall sozusagen das Tor zur Welt ist.

07:43 | Susanne Bauer

Danke für die wunderbare Möglichkeit über die Stadt und ihre Menschen zu wachen und dadurch auch Neues zu erfahren.

15:26 | Stefanie Schweiger

Bevor sich die Augen an die winterlich starke Sonne gewöhnen, nehme ich eine unerwartete Klangwelt wahr.

07:43 | Gerhard Prossliner

Eine Stunde, als Bruchteil eines Nichts, endend seiend, aber nicht endend wollend. Struktur der Stadt, Festgefrorenes Skelett, kopfüber.

15:25 | Daniela Holzer

Die Gedanken und Wahrnehmungen springen und fließen zuerst: Wow. Schön. Hoch. Immer mehr fühlt es sich aber irritierend an.

07:44 | Gerald Dreier

Was für mich wirklich erstaunlich ist, wie schnell eine Stunde vergehen kann. Hätte mir gedacht, dass das Gegenteil der Fall wäre.

15:24 | Walter Cadek

Ein wunderschöner wolkenloser Sonnenuntergang. Die Sonnenstrahlen spenden ein wohliges warmes Klima im Shelter.

07:44 | Christoph Skoff

Vielen Dank für eine unvergessliche Stunde im Shelter. Eine Stunde nur mit mir und der Stadt, in der ich lebe.

15:23 | Cornelia Weixler

Oje, meine Höhenangst…solch schöner Blick auf Graz.

07:44 | Ursula Hauszer

Die aufgehende Sonne (wie große die Distanz doch ist, die sie in der einen Stunde aufgestiegen ist!) taucht meine Stadt in warmes Licht – eigentlich wechselt das Licht ja ständig, alles verändert sich je nachdem wie intensiv die Sonne drauf strahlt.

15:22 | Stefanie Guerra Alvarado

Der frische Holzduft, das Gekreische der Raben. Die Kirchenglocken; leiste Musiktöne; ferne Gespräche; ein ständiges Rauschen; unzählige Dächer…

07:44 | Eveline Koberg

In Geborgenheit von Stille und weitem Blick schaue ich auf die Dächer unter mir. Im gleichmäßigen Licht des Morgens strahlen sie das in sich Ruhende von Vergangenem aus.

15:21 | Wilma Gauster

Alle Leichtigkeit des Seins.

07:44 | Christoph Hartner

Eine Stunde kann sich ganz schön lange anfühlen – das zumindest habe ich befürchtet, als meine Wache begann. Aber auch 20 Jahre klingt ganz schön lang – so lange ist Graz jetzt schon mein Hafen.

15:19 | Gerhard Schrempf

Eine Stunde allein mit sich und der Stadt. Man sieht die Häuser, manche ragen hoch über die anderen hinaus. Man sieht die vielen Kirchen mit ihren Türmen. Und man hört die Stadt. Ein leises gleichmäßiges Rauschen, wie

7:44 | Teresa Guggenberger

Geduld für die Ungeduldige. Ich bin ja jemand, der grundsätzlich alle paar Minuten sein Handy checkt: Wie spät ist es gerade? Habe ich schon eine Antwort auf mein E-Mail bekommen? Hat jemand angerufen? Wie wird das Wetter morgen?

15:19 | Natalie Resch

Je länger ich diese Situation betrachte, umso ruhiger werde ich. Meine Aufmerksamkeit richtet sich auf den Wechsel von Sonne, Wolken, Wasser und Eis. Ein Blick. Viele Perspektiven. Ich denke an Bewegung und Wandel. Und zugleich ist es nicht der umherschweifende Blick

7:44 | Elfriede Schalk

Ich bin total beeindruckt von meinem Erfahren im Shelter. Es fehlen mir die Worte vor tiefer Ehrfurcht. Das Eingebundensein zwischen Himmel und Erde, dieses Bewusstwerden ist etwas ganz Besonderes. Ein Teil des Ganzen zu sein. Ein Sehen in der Stille auf meine Stadt Graz.

Aufbau der temporären Rauminstallation

Alexander Krischner, Masterstudent an der TU Graz, erzählt über den Entwicklungsprozess des ortsspezifischen Designs und die Zusammenarbeit mit dem französischen Architekten Benjamin Tovo.

Pressegespräch zu Sonnenaufgang

Zu Sonnenaufgang lud La Strada am 17. Dezember zum Pressegespräch am Schlossberg. Neben der Vorstellung von „The Graz Vigil“ gab Festival-Direktor Werner Schrempf einen Ausblick auf weitere Kulturjahrprojekte wie „Leviathan“ in der Grazer Oper und „Das Dorf“ in Graz Reininghaus.